H@rtmut Kleinherbers

Jesus Christus – der gute Hirte

(Jesus sagt:) 11 »Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirte ist bereit, sein Leben für die Schafe herzugeben. 12 Einer, der gar kein Hirte ist, sondern die Schafe nur gegen Bezahlung hütet, läuft davon, wenn er den Wolf kommen sieht, und lässt die Schafe im Stich, und der Wolf fällt über die Schafe her[7] und jagt die Herde auseinander. 13 Einem solchen Mann, dem die Schafe nicht selbst gehören, geht es eben nur um seinen Lohn; die Schafe sind ihm gleichgültig. 14 Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, 15 genauso, wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich gebe mein Leben für die Schafe her. 16 Ich habe auch noch Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch sie muss ich herführen[8]; sie werden auf meine Stimme hören, und alle werden eine Herde unter einem Hirten sein. 17 Der Vater liebt mich, weil ich mein Leben hergebe. Ich gebe es her, um es wieder zu empfangen. 18 Niemand nimmt es mir; ich gebe es freiwillig her. Ich habe die Macht, es herzugeben, und ich habe die Macht, es wieder zu empfangen. Das ist der Auftrag, den ich von meinem Vater bekommen habe.« 19 Wegen dieser Worte kam es erneut zu einer Spaltung unter den Juden. 20 Viele von ihnen sagten: »Er ist von einem Dämon besessen![9] Er ist verrückt. Warum hört ihr ihm überhaupt noch zu?« 21 Andere aber meinten: »So redet kein Besessener. Kann etwa ein Dämon Blinde sehend machen?«

Jesus bezeichnet sich als guter Hirte. Ein guter Hirte ist bereit, lässt sein Leben für die Schafe hinzugeben. Das ist seine Position: Ihm sind die Schafe nicht gleichgültig. Einem Mietling, wie es Luther nennt, kommt es nur auf seinen Lohn, sein Geld an. Wenn es gefährlich wird, verschwindet er und lässt die Schafe alleine und überlässt sie der Gefahr, dem Wolf. Dem Mietling sind die Schafe gleichgültig.

Nehmen wir jetzt in diesem Gleichnis unsere Position als die der Schafe an, finden wir einige Punkte die Eigenschaften Jesu näher beschreiben:
  1. Er kennt seine Schafe und seine Schafe kennen ihn. Unsere Position ist die, dass wir Jesus, den Herrn, und Gott den Vater kennen. Und zwar so, wie der Vater Jesus kennt und wie Jesus den Vater kennt. Für Jesus ist das Verhältnis zwischen ihm und dem Vater der Inbegriff eines guten und innigen Verhältnis, so sagt er etwa Ich und der Vater sind eins (Joh.10,30). Und solch ein Verhältnis können wir mit Jesus haben. Das bedeutet Zeit mit ihm verbringen, auf ihn hören, mit ihm reden …


  2. Jesus gibt sein Leben für seine Schafe her. Dadurch erweist er sich als der wahre gute Hirte. Er sagt: 17 Der Vater liebt mich, weil ich mein Leben hergebe. Ich gebe es her, um es wieder zu empfangen. 18 Niemand nimmt es mir; ich gebe es freiwillig her. Ich habe die Macht, es herzugeben, und ich habe die Macht, es wieder zu empfangen. Das ist der Auftrag, den ich von meinem Vater bekommen habe.
    Jesus gab sein Leben freiwillig her. Es ist der Ausdruck seiner Liebe zu uns. Diese Liebe ist die Grundlage des Reiches Gottes, das seit der Auferstehung Jesu hier auf der Welt gebaut wird. Die Vergebung der Sünde und dadurch der freie Zugang zum Vater sind die Grundlage der Mission, die Grundlage des Rufes zu Gott, die Grundlage der Botaschaft: Lasst Euch versöhnen mit Gott.


  3. Jesus sagt weiter: 16 Ich habe auch noch Schafe, die nicht aus diesem Stall sind. Auch sie muss ich herführen[8]; sie werden auf meine Stimme hören, und alle werden eine Herde unter einem Hirten sein. Und durch diese Liebe Jesu zu uns und zu den anderen Schafen, hier auch außerhalb des Volkes Gottes, durch diese Liebe wird das Evangelium zu allen Menschen gebracht und sind wir in der Lage, Menschen in das Reich Gottes einzuladen. Es ist die Sehnsucht Jesu, auch die anderen Schafe herbeizuführen, damit sie seine Stimme hören.

    Und wir werden eine Herde unter einem Hirten sein. Unter dem guten Hirten, der sein Leben für seine Schafe gelassen hat. Daran arbeiten wir, dass ist unser Auftrag, warum wir Gemeinde bauen, darum beten wir hier.


Gottes Segen

Hartmut